Coaching / Familienstellen

Mit Coaching und Familienstellen zu mehr Klarheit, Frieden und verbundenem Familienleben



Familienstellen – Beziehungen verstehen und neue Perspektiven entdecken

Manchmal beschäftigen uns Konflikte, Gefühle oder Beziehungsmuster, für die wir im Alltag keine klare Erklärung finden. Vielleicht geraten Sie immer wieder in ähnliche Situationen, fühlen sich für andere verantwortlich oder wünschen sich mehr Nähe und gleichzeitig mehr Abstand. Familienstellen bietet einen Raum, um solche Anliegen aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Durch die räumliche Darstellung von Beziehungen können Sie wahrnehmen, wie Sie Ihre Situation erleben, welche Bedürfnisse Sie haben und welche Veränderungen für Sie stimmig sein könnten.

Was ist Familienstellen?

Familienstellen ist eine Form der systemischen Aufstellungsarbeit. Dabei wird ein persönliches Anliegen mithilfe von Figuren, Bodenmarkierungen oder stellvertretenden Personen im Raum dargestellt. Die Positionen und Abstände bilden ab, wie Sie Beziehungen und Ihre eigene Rolle darin aktuell wahrnehmen. Eine Aufstellung kann beispielsweise Ihre Herkunftsfamilie, Ihre Partnerschaft oder Ihre heutige Familie betreffen. Auch innere Spannungen – etwa zwischen dem Wunsch nach Selbstständigkeit und dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit – lassen sich auf diese Weise erkunden. Das entstandene Bild dient als Ausgangspunkt für Reflexion und Gespräch. Es zeigt keine objektive Wahrheit über andere Menschen oder vergangene Ereignisse. Entscheidend ist, welche persönlichen Erkenntnisse Sie daraus gewinnen und was Ihnen für Ihren Alltag hilfreich erscheint.

Welche Anliegen können Sie mitbringen?

Sie brauchen weder ein klar formuliertes „Problem“ noch eine grosse Krise. Auch ein wiederkehrendes Gefühl, eine offene Frage oder der Wunsch nach mehr Klarheit kann ein Ausgangspunkt sein.

Wiederkehrende Konflikte in der Familie

Vielleicht führen Gespräche mit Eltern, Geschwistern oder anderen Angehörigen immer wieder zu Spannungen. Sie fühlen sich nicht gehört, ziehen sich zurück oder geraten rasch in eine vertraute Rolle.Mögliche Fragen sind:

  • Weshalb fällt es mir schwer, meine Bedürfnisse in meiner Familie auszusprechen?
  • Wie kann ich mit unterschiedlichen Erwartungen umgehen?
  • Welche Art von Kontakt und Abstand passt heute zu mir?


Schwierigkeiten in der Partnerschaft

Nähe, Vertrauen, Kommunikation und Freiraum können in einer Beziehung unterschiedlich erlebt werden. Eine Aufstellung kann helfen, die eigene Sichtweise und die eigenen Bedürfnisse genauer zu betrachten.Zum Beispiel:

  • Ich wünsche mir Nähe, ziehe mich aber gleichzeitig zurück.
  • Wir geraten immer wieder in denselben Streit.
  • Ich übernehme häufig die Verantwortung für die Stimmung in unserer Beziehung.
  • Nach einer Trennung möchte ich meine Situation neu ordnen.

Dabei geht es um Ihre Wahrnehmung und Ihre Handlungsmöglichkeiten. Über die Gefühle oder Absichten einer abwesenden Person lassen sich durch eine Aufstellung keine verlässlichen Aussagen treffen.

Grenzen setzen und Verantwortung abgeben

Manche Menschen kümmern sich intensiv um andere und stellen ihre eigenen Bedürfnisse zurück. Ein Nein kann sich dann schnell egoistisch anfühlen oder Schuldgefühle auslösen. Mögliche Anliegen sind:

  • Ich fühle mich für das Wohlergehen meiner Eltern verantwortlich.
  • Ich sage Ja, obwohl ich eigentlich Nein meine.
  • Ich habe das Gefühl, alles zusammenhalten zu müssen.
  • Ich möchte unterstützen, ohne mich selbst zu überfordern.

Die eigene Rolle in der Familie finden

Rollen wie „die Vernünftige“, „der Vermittler“ oder „diejenige, die immer hilft“ können lange bestehen bleiben. Vielleicht passt diese Rolle inzwischen nicht mehr zu Ihrem Leben.Eine Aufstellung bietet Gelegenheit, Fragen zu erkunden wie:

  • Welche Erwartungen erfülle ich – und welche möchte ich hinterfragen?
  • Wo wünsche ich mir mehr Freiheit?
  • Wie kann ich meinen eigenen Weg gehen und mich dennoch verbunden fühlen?


Veränderungen, Trennungen und Patchworkfamilien

Wenn sich eine Familie verändert, müssen Beziehungen und Aufgaben oft neu gestaltet werden. Unterschiedliche Bedürfnisse, Loyalitätskonflikte und Unsicherheit können dabei eine Rolle spielen. Mögliche Themen sind:

  • Meinen Platz in einer Patchworkfamilie finden.
  • Nach einer Trennung neue Grenzen und Absprachen entwickeln.
  • Mit Veränderungen im Kontakt zu erwachsenen Kindern umgehen.
  • Die Beziehung zu Eltern neu gestalten, wenn diese mehr Unterstützung benötigen.


Verlust, Abschied und unerfüllte Wünsche

Der Verlust eines Menschen, ein Kontaktabbruch oder eine Beziehung, die anders verlaufen ist als erhofft, kann lange nachwirken. In einer behutsamen Begleitung dürfen auch Traurigkeit, Enttäuschung und widersprüchliche Gefühle Raum bekommen. Dabei kann es um Fragen gehen wie:

  • Was beschäftigt mich an diesem Abschied?
  • Was hätte ich gerne noch ausgesprochen?
  • Was brauche ich, um mit der veränderten Situation weiterzuleben?

Versöhnung oder erneuter Kontakt sind dabei keine Voraussetzung und kein vorgegebenes Ziel.

Entscheidungen und innere Konflikte

Auch persönliche Entscheidungen lassen sich mithilfe einer Aufstellung betrachten. Verschiedene Möglichkeiten oder Bedürfnisse werden räumlich dargestellt, sodass Sie Ihre Reaktionen darauf bewusster wahrnehmen können. Zum Beispiel:

  • Ich möchte etwas verändern, habe aber Angst vor den Folgen.
  • Ich schwanke zwischen meinen eigenen Wünschen und den Erwartungen anderer.
  • Ich wünsche mir Klarheit über einen nächsten Schritt.
  • Ich möchte besser verstehen, was mich zurückhält und was mich unterstützt.


Wie läuft eine Begleitung ab?

Zu Beginn besprechen wir Ihr Anliegen und klären, was Sie sich von der Sitzung wünschen. Sie entscheiden selbst, was Sie erzählen möchten und wie tief Sie ein Thema betrachten wollen.

Anschliessend stellen wir ausgewählte Personen oder Aspekte Ihrer Situation räumlich dar. Gemeinsam betrachten wir das entstandene Bild. Durch Fragen, Veränderungen der Positionen und bewusste Pausen können Sie erkunden, welche Gedanken, Gefühle und neuen Sichtweisen auftauchen.

Zum Abschluss besprechen wir, was für Sie hilfreich war und ob sich daraus ein konkreter Schritt für Ihren Alltag ergibt. Nicht jede Sitzung führt sofort zu einer Antwort. Manchmal entsteht zunächst eine neue Frage oder ein klareres Gefühl dafür, was Sie brauchen.

Ihre Grenzen und Ihr Tempo stehen im Mittelpunkt

Ich begleite Sie achtsam, respektvoll und ohne vorgegebene Deutungen. Sie dürfen jederzeit eine Pause machen, eine Übung ablehnen oder die Aufstellung beenden. Es geht nicht darum, Schuld zuzuweisen, Familienmitglieder zu bewerten oder Sie zu Vergebung und Versöhnung zu drängen. Ihre Erfahrungen, Ihre Grenzen und Ihre Entscheidungen werden respektiert.

Möglichkeiten und Grenzen

Familienstellen kann als Methode zur persönlichen Reflexion neue Perspektiven anregen. Es kann jedoch weder verborgene Familienereignisse nachweisen noch Diagnosen stellen oder eine bestimmte Veränderung garantieren. Die wissenschaftliche Evidenz für seine therapeutische Wirksamkeit ist begrenzt. Mein Angebot ist eine Coaching-Begleitung und ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Bei starken psychischen Belastungen, akuten Krisen oder traumatischen Erfahrungen ist eine entsprechend qualifizierte fachliche Unterstützung wichtig.

Raum für Ihr Anliegen


Sie möchten eine Beziehung besser verstehen, Ihre Grenzen klarer wahrnehmen oder eine persönliche Situation aus einem anderen Blickwinkel betrachten? Gemeinsam klären wir, ob Familienstellen zu Ihrem Anliegen passt. Gerne können Sie sich für ein unverbindliches Erstgespräch bei mir melden.


Zur Terminvereinbarung  klicken Sie aufs Kontaktformular oder rufen Sie mich an (062 893 41 40, Fr Karl verlangen).

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